Eine Wärmepumpe entzieht der Umgebung (Luft, Wasser oder Erdreich) Wärme und macht sie über einen Kreisprozess für Heizung oder Warmwasser nutzbar. Je nach Anwendungsfall unterscheiden sich die Systeme in Aufbau und Einsatzbereich.
Luft-Wasser-Wärmepumpe (Monoblock): Heizen für Neubau und Altbau
Die Luft-Wasser-Wärmepumpe, häufig auch als Monoblock-Wärmepumpe bezeichnet, entzieht der Außenluft Wärme und gibt sie an den Heizkreislauf ab. Sie eignet sich sowohl für den Neubau als auch für die Sanierung im Altbau, sofern Vorlauftemperatur und Heizflächen passend ausgelegt sind. Die Leistungsklassen reichen üblicherweise von etwa 6 kW bis 13 kW oder mehr, je nach Gebäudegröße in qm und Wärmebedarf.
Warmwasser-Wärmepumpe (Brauchwasserwärmepumpe): Effiziente Warmwasserbereitung
Eine Warmwasser-Wärmepumpe oder auch Brauchwasserwärmepumpe genannt, übernimmt ausschließlich die Warmwasserbereitung und eignet sich als Ergänzung zu einer bestehenden Heizung. Da sie unabhängig vom Heizsystem arbeitet, lässt sie sich vergleichsweise einfach nachrüsten, etwa in Kombination mit einer Photovoltaikanlage. Die Speichergröße richtet sich nach der Personenzahl im Haushalt.
Klimaanlagen (Luft-Luft-Wärmepumpen): Heizen und Kühlen kombiniert
Split-Klimageräte, auch Luft-Luft-Wärmepumpen genannt, können sowohl heizen als auch kühlen und eignen sich als Ergänzung zu bestehenden Heizsystemen oder für einzelne Räume. Anders als Luft-Wasser-Wärmepumpen geben sie die Wärme direkt an die Raumluft ab, statt sie in den Heizkreislauf einzuspeisen.
Pufferspeicher und Warmwasserspeicher: Die passende Speichertechnik
Damit eine Wärmepumpe effizient arbeitet, braucht es meist einen Pufferspeicher oder einen kombinierten Warmwasserspeicher. Diese Speicher gleichen Lastspitzen aus und ermöglichen es, mehrere Wärmequellen wie Wärmepumpe und einen zusätzlichen Wärmeerzeuger in einem System zu kombinieren.
Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren
Viele moderne Wärmepumpen lassen sich über eine SG-Ready- oder EEBUS-Schnittstelle mit einer Photovoltaikanlage koppeln. So kannst du überschüssigen Solarstrom direkt für Heizung oder Warmwasser nutzen, statt ihn günstig einzuspeisen. Für eine sinnvolle Kombination lohnt sich eine gemeinsame Auslegung von Speicher, Leistung, PV-Anlage und Wärmepumpe.
Wärmepumpen-Zubehör
Wir bieten einzelne Zubehörkomponenten für Wärmepumpen an, wie Umschaltventile, Temperaturfühler oder Verbindungsleitungen zwischen Innen- und Außeneinheit. Viele Wärmepumpen Komplettsets enthalten darüber hinaus bereits umfangreiches Zubehör im Lieferumfang, etwa Montagehilfen, Wandhalterungen oder die Regelungstechnik. Welche Komponenten genau enthalten sind, findest du in der Produktbeschreibung des jeweiligen Sets.